Mittwoch, 27. Februar 2013

Michael Oehme: "FAZ" übernimmt "FR"


Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darf den früheren Wettbewerber, die inzwischen insolvente "Frankfurter Rundschau", übernehmen. Es werden allerdings nur eine Handvoll Beschäftigte übernommen.
Nach Angaben der Insolvenzverwaltung soll der Kaufvertrag bereits am Donnerstag unterzeichnet werden.
Allerdings müssen die weitaus meisten Mitarbeiter des Verlags gehen. Die "FAZ" übernimmt in ihrem bislang bekannten Konzept nur 28 Beschäftigte der Redaktion. Hunderte "FR"-Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen erhalten. Im vergangenen Jahr waren rund 500 Mitarbeiter bei Zeitung und Verlag beschäftigt. Das Bundeskartellamt hatte geprüft, ob der "FR"-Marktanteil bei einem Verschwinden vom Markt ohnehin an die "FAZ" fallen würde und ob es einen ernsthaften alternativen Käufer für das Traditionsblatt gibt.

"Wir haben hier eine sogenannte Sanierungsfusion geprüft und im Ergebnis bejaht", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt.
Hätten die Kartellwächter das Angebot der "FAZ" abgelehnt, wäre nach Angaben der Insolvenzverwaltung bereits dem 1. März keine Ausgabe der "FR" mehr erscheinen. Nach jahrelanger Krise hatte die "FR" aufgrund der hohen Verluste im vergangenen November Insolvenz angemeldet.

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