Dienstag, 13. November 2018

Kommunikationsexperte Michael Oehme über die Midterms in den USA

Die Midterms vergangene Woche waren ein Teilerfolg für die Demokraten – doch die wahren Gewinner waren vor allem eines: weiblich

Die Midterms in den USA vergangenen Mittwoch wurden international mit Spannung verfolgt. „Nie zuvor in der Geschichte der USA haben sich so viele Frauen für ein politisches Amt beworben wie in diesem Jahr vor den Midterms“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme. Nun haben auch tatsächlich viele Frauen politische Macht in Washington bekommen. Sie sind jung, divers und progressiv und dürften US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge sein und ihm seine weitere Amtszeit ein wenig erschweren. „Viele der gewählten Politikerinnen könnten die Demokraten in den USA endlich wieder den gewünschten Erfolg bringen. Mehr als 90 von 435 gingen an Frauen. Das liegt auch daran, dass die weibliche Wahlbeteiligung bei diesen Midterms extrem hoch war. Die Demokraten haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewonnen. Dies bedeutet für Trump, dass er nicht mehr so einfach „durchregieren“ kann“, so Michael Oehme weiter. Trump ist nun gezwungen, sich einem geteilten Kongress zu stellen – nicht nur der Kongress ist geteilt: „Trump hat seit seiner Wahl gezeigt, dass er kein Interesse an einer Versöhnung hat und somit nicht nur das politische Klima verschlechtert, sondern auch die gesamte Nation tief gespalten. Bis zur Präsidentschaftswahl 2020 kann einiges passieren, aber diese Midterms waren extrem wichtig für die Demokraten“, so Oehme weiter. 

Ayanna Pressley, Mickie Sherrill, Rashida Tlaib, Abigail Spanberger, Alexandria Ocasio-Cortez sind nur ein paar der gewählten Frauen und repräsentieren alles, was Trump und die zunehmend alternde Partei der Republikaner diskriminieren: afro-amerikanisch, muslimisch, und extrem links. „Donald Trump provoziert mit seinen frauenfeindlichen und antifeministischen Aussagen und genau dieses Verhalten wurde wie ein Bumerang bei diesem Midterms zurückgeschmettert. Mehr als 4,2 Millionen Frauen gingen allein in 2017 landesweit auf die Straße, um gegen den Präsidenten zu demonstrieren“, erzählt Kommunikationsexperte Michael Oehme weiter. „Trumps Wahlsieg hat erst zu Frustration, dann zum Handeln und schließlich zur politischen Macht geführt. Ein gutes Zeichen für die USA. Vielleicht werden die Demokraten eine weibliche Kandidatin gegen Trump aufstellen. Denn nach den Midterms, heißt vor der Präsidentschaftswahl“, so Michael Oehme abschließend. 

Donnerstag, 8. November 2018

Umweltfreundlichkeit erreicht verschiedene Marktsegmente

Wenn man vor dem Regal im Supermarkt steht, kann es durchaus schwer sein, sich zwischen all den vielen Anbietern und Sorten von Bad-, Küchen- oder Bodenreiniger zu entscheiden. Jedem sind verschiedene Aspekte wie Reinigungskraft, Umweltfreundlichkeit oder Hautverträglichkeit wichtig. Orientieren kann man sich anhand verschiedener Umweltsiegel und Online-Vergleichen. "Mittlerweile gibt es schon besonders ökologische Produkte, die man aber im Prinzip auch mit einfach mit eigenen Hausmitteln herstellen kann. So spart man Geld und schützt zusätzlich die Umwelt und die Immobilie vor aggressiven Chemiebomben", so Kommunikationsexperte Michael Oehme. 

Dienstag, 6. November 2018

94-Jähriger ehemaliger SS-Wachmann muss sich vor dem Landgericht Münster verantworten

Der Fall des 94-Jährigen R. wird trotz seines hohen Alters vor einer Jugendkammer verhandelt. 18 Jahre war er alt, als er anfing im deutschen Vernichtungslager Stutthof bei Danzig zu arbeiten. 1943 wurde er zum SS-Sturmmann befördert worden. Ihm wird Beihilfe zum Mord in Hunderten Fällen vorgeworfen. Während der Vernehmung betont er, von den systematischen Tötungen nichts mitbekommen haben. R.s Prozess könnte der letzte NS-Prozess sein. 70 Jahre sind seit Kriegsende vergangen, die meisten Täter sind bereits verstorben und nicht mehr vernehmbar. Rund 65 000 Menschen wurden in Stutthof ermordet oder kamen aufgrund der grausamen Bedingungen ums Leben, verhungerten, erfrierten. Die Details der Anklageschrift sind nur schwer zu ertragen. Nebenkläger sind Überlebende und Angehörige aus Kanada, den USA und Israel. Der Prozess könne sich noch bis Anfang nächsten Jahres hinziehen, da der Angeklagte Ruhepausen braucht. 

Donnerstag, 1. November 2018

Brasiliens neuer und ultrarechter Präsident Bolsonaro

Seit Sonntag regiert der ultrarechte Jair Bolsonaro in der viertgrößten Demokratie der Welt: Brasilien. Mehr als 55 Prozent der brasilianischen Bevölkerung, mehr als 57 Millionen sahen in dem ehemaligen Militärs die einzige Lösung. Bolsonaro hatte im Wahlkampf für Angst und Begeisterung zugleich gesorgt – er polarisierte rechtspopulistisch. Bereits vor dem Wahlkampf hatte er gegen Schwarze, Indigene, Homosexuelle, Umweltschützer und Frauen gehetzt. Für Brasiliens Zukunft dürfte dieser Sieg vor allem mehr Militär und Polizei, mehr Glauben und Gott im öffentlichen Raum, gelockerte Waffenrechte sowie weniger Umwelt und Soziales bedeuten. 

Dienstag, 30. Oktober 2018

Angela Merkel kündigt Rückzug aus der Politik an

Nachdem die amtierende deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel 18 Jahre lang an der Spitze der CDU und 13 Jahre als Bundeskanzlerin regiert hat, zieht sie nun die Konsequenzen aus der Landtagswahl in Hessen und kündigt ihren Rücktritt an. Viele politische Ereignisse hatten Merkels Amtszeit geprägt, sie musste viele Entscheidungen treffen, sei es hinsichtlich der Finanzkrise, der Flüchtlingsbewegung oder der Abstimmung zur Homo-Ehe in Deutschland. Unterdessen vermutet Sigmar Gabriel (SPD), dass Merkel auch bald als Kanzlerin zurücktreten könnte, spätestens nach der Europawahl im Mai 2019. Neuwahlen hält Gabriel allerdings für unwahrscheinlich wie er der Die Zeit gegenüber äußerte. 
                                              

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Michael Oehme: Die Grünen im politischen Aufschwung

Nachdem die Grünen die zweitstärksten Kraft bei der bayerischen Landtagswahl war, könnte dies nun auch am 28. Oktober in Hessen passieren

In dieser Woche beschäftigt sich Kommunikationsexperte Michael Oehme mit dem derzeitigen politischen Aufschwung der Grünen. „Nachdem die grünen vergangene Woche in Bayern zweitstärkste Partei wurden, könnte ähnliches auch Ende Oktober in Hessen passieren“, meinte Oehme und bezieht sich dabei auf das aktuelle und repräsentative ZDF-Politbarometer Extra. „Die bayerische Landtagswahl hat im landesweiten politischen Spektrum Spuren hinterlassen. So profitieren die Grünen gerade da, wo CDU und SPD mit erheblichen Stimmenverlusten rechnen müssen“, so Oehme. Das Politbarometer Extra hat eine Prognose zur Hessen-Wahl gegeben: Demnach käme die CDU nur noch auf 26 Prozent und die SPD auf 20 Prozent. Die Grünen wären laut Studie auch hier zweitstärkste Kraft mit 22 Prozent, gefolgt von den Linken und der FDP mit jeweils acht Prozent. Die anderen Parteien, auch die AfD, würden auf jeweils vier Prozent kommen.  „Glaubt man diesen Prognosen, wären ein realistisches Mehrheitsbündnis im hessischen Landtag eine Regierung aus CDU, Grünen und FDP oder alternativ aus Grüne, SPD und FDP. Eine schwarz-rote Regierung wären in Hessen also nicht möglich. Aber dies ist natürlich auch nur ein Stimmungsbild. Doch der Wahlausgang dürfte ohnehin spannend sein, zumal die Parteien in den letzten Wochen noch mal versucht haben, potentielle Wähler zu mobilisieren und zu sympathisieren“, so Kommunikationsexperte Oehme weiter. Nichtsdestotrotz sind sich laut Angaben gegenüber Politbarometer Extra 44 Prozent der Hessen unsicher, wen sie diesen Sonntag wählen sollen. 

Hinsichtlich der aktuellen Wahlabsicht gaben 60 Prozent die Landespolitik und 36 Prozent die Bundespolitik an. Bei der Beliebtheit der Ministerpräsidenten liegt Amtsinhaber Volker Bouffier (CDU) bei 46 Prozent, während sein Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) es nur auf 32 Prozent schafft. Zehn Prozent wollen keinen von beiden, zwölf Prozent sind unentschlossen. Besonders interessant ist aber, dass laut Umfrage Tarek Al-Wazir (Grüne) der derzeit beliebteste Politiker in Hessen ist. „Besonders wichtige Themen bei dieser Landtagswahl werden Bildung, Wohnungsmarkt, Asyl, Verkehr und Klima darstellen“, betont Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Es ist davon auszugehen, dass die Grünen auch durch den Hambacher Forst und den Klimawandel, den diesen Sommer wirklich niemand mehr leugnen konnte, an Popularität und Zuspruch gewinnen“. 

Dienstag, 23. Oktober 2018

US-Präsident Trump droht damit, die Finanzhilfen für Zentralamerika zu streichen

Derzeit befinden sich tausende Menschen aus Zentralamerika auf der Flucht in Richtung Vereinigte Staaten. US-Präsident Donald Trump lässt diese Entwicklung natürlich nicht unkommentiert und droht auf Twitter damit, die Finanzhilfen zu kürzen. Die derzeitige Massenflucht betitelt er als „nationalen Notstand für die USA“. Eine „substanzielle“ Reduzierung der Hilfen würden die Länder Guatemala, Honduras und El Salvador betreffen. Laut Trump hätten diese Länder versagt, die Menschen an der illegalen Einreise in die USA zu hindern. Zudem habe Trump sowohl den Grenzschutz als auch das Militär alarmiert. Die Grenze zu Mexiko solle im Härtefall geschlossen werden. Laut Schätzung der mexikanischen Bundespolizei waren rund 3000 Menschen in Mexiko unterwegs. Viele Migranten sagen aber auch, dass sie gerne in Mexico bleiben würden, sofern ihnen das Land politisches Asyl gewehrt. Der designierte mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador versprach seine Hilfe und betonte die Wichtigkeit auf ein menschenwürdiges Leben. Er werde mit den USA und Kanada versuchen, ein faires Abkommen auszuhandeln – mehr Investitionen im Land und dafür mehr Schutz gegen illegale Einwanderung.