Donnerstag, 26. April 2018

Smart Homes werden immer beliebter

Immer mehr Haushalte in Deutschland werden sozusagen digitalisiert. Die Benutzer bedienen sich technischer Hilfsmittel, die das Leben erleichter - oder eben schützen. Gerade ältere Menschen fühlen sich sicherer, wenn ein "waches Auge" präsent ist und zum Beispiel den Notarzt kontaktiert, sollte etwas geschehen sein. Das Beratungsunternehmen Deloitte hat eine Studie hierzu erstellt. Danach soll sich die Anzahl sogenannter Smart Homes bis 2020 verdreifacht haben. 

Dienstag, 24. April 2018

Macron im US-Kongress: "Durch Angst und Wut wird nichts aufgebaut"

Im US-Kongress wurde Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron freundlich empfangen, zeigte aber auch schnell Kante gegen die US-Politik. Er warb für Demokratie, Multilateralismus, freien Handel und den Schutz der Umwelt. Ihm ginge es um die internationale Zusammenarbeit und den Kampf gegen Illiberalismus, Isolationismus und Nationalismus. Beifall und Bestätigung waren dahin, als Macron das Thema Umweltzerstörung ansprach. Hier applaudierten nur die Demokraten nach der Aussage, die USA würden eines Tages "zurückkommen und dem Pariser (Klima-)Abkommen wieder beitreten".

Donnerstag, 19. April 2018

Erneute Massendemonstration in Barcelona


Am vergangen Sonntag demonstrierten über 300.000 Unterstützer der katalonischen Unabhängigkeitsbewegung in Barcelona. Der Massenprotest war von der separatistischen Organisation Omnium organisiert worden. Sie forderten die Freilassung von neun Anführern der sezesstionistischen Bewegung, die seit vergangenem Herbst in spanischer Untersuchungshaft sitzen. Gleichzeitig sind weitere Mitglieder ins Ausland geflohen, wie der ehemalige katalonische Präsident Carlos Puigdemont, der kürzlich nach seiner Festnahme in Deutschland auf Kaution freigelassen wurde.

Dienstag, 17. April 2018

Albanien und Mazedonien sollen zeitnahe der EU beitreten


Die Balkanstaaten Albanien und Mazedonien werden wohl schon bald der EU beitreten wollen. Demnach werden die Beitrittsverhandlungen laut EU-Kommission schon nächsten Sommer beginnen. Beide Länder hätten sich durch wichtige innerstaatliche Reformen qualifiziert. Albanien habe „im Kampf gegen die organisierte Kriminalität eine Menge getan“, so die EU-Kommission. Der Beitritt würde bis 2025 erfolgen. Serbien und Montenegro seien weiterhin Beitrittskandidaten mit laufenden Beitrittsverhandlungen. Serbien müsse aber zunächst eine Einigung im Konflikt mit Kosovo finden. Des Weiteren dürfen sich Kosovo und Bosnien-Herzegowina Hoffnung machen.

Donnerstag, 12. April 2018

Michael Oehme über den Datenskandal bei Facebook

Es sind nicht gerade die besten Zeiten für den Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Der Datenskandal des sozialen Netzwerks hat ihn in eine prekäre Lage gebracht. Auch die Europäische Union (EU) schaltet sich ein.

In der vergangenen Woche meldetet sich Facebook Mitgründer und Chef Mark Zuckerberg nach tagelangem Schweigen endlich zu Wort. Zuvor hatte die EU-Kommissarin Vera Jourová in einem Brief vor negativen Auswirkungen durch Datenmissbrauch auf demokratische Wahlen gewarnt. „Facebook wurde jahrelang als Plattform für Politmarketing missbraucht. Dass sich die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica unerlaubten Zugang zu Daten von über 50 Millionen Nutzern verschafft hat, ist einfach nur skandalös“, betont Kommunikationsexperte Michael Oehme. Cambridge Analytica soll während des US-Wahlkampfs einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass Donald Trump heute US-Präsident ist. „Dabei wurden als Werbung geschalteten gezielte Botschaften bei Trump Anhängern geschaltet, um politische Anhänger weiter zu mobilisieren. Auf der anderen Seite wurden Hillary Clinton Anhänger subtil und unterbewusst durch Anzeigen davon abgehalten, an der Wahl teilzunehmen. Die Problematik sehen wir nicht nur aus der direkten politischen Folge. Fakt ist auch, dass diese Mechanismen den Wahlprozess undemokratischer und qualitativ mangelhaft und transparent erscheinen lassen“, so Michael Oehme weiter. Nicht nur die US-Wahl, auch die Brexit-Wahl sei davon beeinflusst worden. 
Unterdessen wählte Mark Zuckerberg bei den deutschen Nutzern den analogen Weg der Zeitungsanzeige, um seine Entschuldigung kundzutun: „Es ist unsere Verantwortung, Deine Informationen zu schützen. Wenn wir das nicht können, haben wir diese Verantwortung nicht verdient.“ Zuckerberg entschuldigte sich für den „Vertrauensbruch“ und versprach, „dass wir unsere Arbeit in Zukunft besser machen“. Zuvor hatte sich der Facebook-Chef bei britischen Nachrichten entschuldigt. EU-Kommissarin Vera Jourová betonte, Facebook habe das Verhältnis zur EU beschädigt und fordert eine ausformulierte Erklärung binnen zwei Wochen, wie Nutzerdaten ohne ihr Wissen in die Hände von Dritten geraten konnten. „Für die Zukunft von allen sozialen Medien ist es unabdingbar, dass diese das Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen. Und dies wird gewiss und berechtigterweise ein langer Weg“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend.

Dienstag, 10. April 2018

Klarer Wahlsieg für den Rechtspopulisten Viktor Orbán

Kurz nach dem Wahlsieg und der errungenen Zweidrittelmehrheit der rechtskonservativen Fidesz-Partei unter Viktor Orbán kritisiert die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) den ungarischen Wahlkampf enorm: Die Wahl hätte den Oppositionsparteien kaum einen fairen Wettbewerb und somit eine reale Chance ermöglicht. Wahlbeobachter kritisierten „einschüchternde und fremdenfeindliche Rhetorik, voreingenommene Medien und undurchsichtige Wahlkampffinanzierung“, welche die politische Debatte behindert hätten. „Auch für NGOs und regierungskritische Organisationen in Ungarn stehen schlechte Zeiten bevor“, fügt Michael Oehme hinzu. Besondere Gratulationen erhielt der Rechtspopulist von CSU-Chef Seehofer sowie der französischen Rechtsextremen Marine Le Pen. Unterdessen sprachen die Grünen im Europaparlament von einem "traurigen Tag für Europa". Viele Menschen haben Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn und fordern wie bei Polen ein Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrages. Dieses kann zum Stimmrechtsentzug führen. 

Donnerstag, 5. April 2018

Ex-Regierungschef von Katalonien Puigdemont legt Einspruch ein

Kataloniens Ex-Regierungschef Carles Puigdemont ist derzeit in Deutschland inhaftiert und zeigt sich von seiner kämpferischen Seite: Spanien verklagt ihn mit dem Vorwurf der Rebellion. Vor dem Obersten Gerichtshof Spaniens hat Puigdemont nun Einspruch eingelegt. Seine Anwältin betonte, eine Rebellion würde mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft werden – setze aber voraus, dass es eine gewaltsame Erhebung gegeben habe. Obwohl es im Zusammenhang mit dem katalanischen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 zu Gewalt gekommen sei, sei diese isoliert gewesen. Puigdemont war am 25. März in Schleswig-Holstein festgenommen worden. Gegen ihn lag ein Europäischer Haftbefehl vor.