Donnerstag, 18. Januar 2018

Michael Oehme: „Fake News“ – das (Un-) Wort 2017

Warum Fake News jetzt schon das Unwort des Jahres 2017 sein könnte


„2017 scheint ohne Weiteres das Jahr der „Fake News“ gewesen zu sein. Großen Ruhm und den ultimativen Bekanntheitsgrad in aller Welt hat das Wort durch US-Präsident Donald Trump bekommen, der dieses Wort inflationär gebraucht“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme. Seither wurde ausführlich über das Phänomen der „Fake News“ debattiert, mal seriöser und wissenschaftlicher, mal spaßiger und polemischer. Doch wie viele „Fake News“, zu Deutsch Falschmeldungen, die im Kern irreführend sein sollen, gab es denn nun 2017 wirklich? „Auch in Deutschland wurde der Begriff anlässlich der Bundestagswahl heiß diskutiert. Politiker, Journalisten und Kommunikationsexperten haben sich dabei gefragt, in wie weit Fake News eine deutsche Wahl beeinflussen können“, erklärt Michael Oehme weiter. Die ARD als öffentlich-rechtliches Medium rief die Website faktenfinder.tagesschau.de ins Leben, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Schon in den ersten Wochen gab es Gerüchte über Mobiltelefone, die angeblich von IS-Terroristen abgehört werden oder auch eine potentielle Verschwörung der Großmächte beim Giftgasangriff in Syrien oder den Machtkämpfen ins Venezuela. „Besonders prägend war die Meldung im vergangenen Jahr, ein Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sei von einer antifaschistischen Gruppe verübt worden. Ein gefälschtes Bekennerschreiben gab dieser Fake News also den nötigen Nährboden“, erklärt der Kommunikationsexperte Oehme. Doch um zurück zu Donald Trump zu kommen: Er benutzt den Begriff unterdessen lieber als politische Kampfansage gegen die Leitmedien des Landes wie CNN. „Interessant ist, dass Trump sich von etablierten Medien abwendet und seine politischen Botschaften lieber über soziale Netzwerke, mit Vorliebe Twitter, verkündet“, so Oehme. „Besonders prekär war sein Post im Februar, es hätten einen von Muslimen ausgeübten gewalttätigen Abend in Schweden gegeben. Der Tweet ging innerhalb von Stunden viral und die halbe Welt machte sich darüber lustig“. Für weitere Fake News sorgten der G20 Gipfel, der jetzt schon als „Gipfel der Gerüchte“ bezeichnet wird sowie der Wahlkampf zwischen Schulz und Merkel, wo sowohl mit völlig falschen und aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten gearbeitet wurde, als auch mit gefälschten Fotos. „Fakt ist, dass die Erfahrung gezeigt hat, dass es vor allem in unüberschaubaren Situationen zu Fake News kommen kann. Sie sind ein Mittel zum Zweck in politischen Auseinandersetzungen und fordern Medien und Öffentlichkeit heraus. Fake News sind zwar kein neues Phänomen, haben aber durch die Macht sozialer Medien und populistischen Strömungen einen enormen Aufschwung erlebt. Jedem Nutzer kann ich nur mit auf den Weg geben, Quellen genau zu prüfen, um sich vor Manipulation zu schützen“, sagt Michael Oehme abschließend. Schlussendlich ist „Alternative Fakts“ zum Unwort des Jahres gekürt worden – ein Wort mit einer Bedeutung, die in eine ähnliche Richtung tendiert.

Dienstag, 16. Januar 2018

Immobilienpreise werden auch im neuen Jahr steigen

Nach Einschätzung vieler Immobilienexperten ist auch für 2018 keine Trendwende bei den Immobilienpreisen erkennbar“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme. So kommt auch der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse, eine in der Regel verlässliche Quelle, zu dem Ergebnis, dass die Preise für Wohnungen und Häuser im Schnitt in Deutschland auch in 2018 weiter steigen werden. Dieser wertet jährlich rund eine Million Kaufverträge aus. Demnach haben Käufer im vergangenen Jahr rund 237,5 Milliarden Euro für Wohnimmobilien, andere Gebäude und Bauflächen ausgegeben – das entspricht 25 Prozent mehr, als noch vor zwei Jahren. „Die größten Steigerungen gab es dabei in den städtischen Regionen. Dieser Trend dürfte sich auch in diesem Jahr fortsetzen“, betont Oehme. 

Donnerstag, 11. Januar 2018

Mietpreisbremse auch 2018 Dauerthema

„Dabei war die Mietpreisbremse in 2017 weiterhin das Immobilien-Dauerthema, das Regierung und Opposition mit Leidenschaft verfolgten. Dies, obwohl nachweisbar ist, dass sie mitnichten steigende Mietpreise aufhielt. Und schon wieder ist sie Thema der Regierungsverhandlungen, denn die SPD will eine Verschärfung statt einer Abschaffung, wie Kanzlerin Merkel es geäußert hat“, erklärt Michael Oehme. In die vergangene Legislaturperiode mit Nachbesserungen in 2017 fiel auch die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. "Jungen Familien und älteren Menschen sollte ein Immobilienkauf leichter ermöglicht werden, im Zweifel auch eine Anschlussfinanzierung", so Oehme weiter. Daran hätten auch die Nachbesserungen letztes Jahr nichts verändert.

Dienstag, 9. Januar 2018

Immobilienbranche verzeichnet stärkstes Neugeschäft seit 1991

Das Bauhauptgewerbe, das den Bau von Häusern, Gebäuden, Straßen und Leitungen umfasst, profitiert seit längerem vom Immobilienboom. 2016 ist der Umsatz bereits das sechste Jahr in Folge gestiegen“, sagt Michael Oehme. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, verzeichnete die Baubranche das stärkste Neugeschäft seit 18 Jahren. Bereinigt um den Effekt von steigenden Preisen und Arbeitstagen legte das Neugeschäft um 1,5 Prozent zu. „Eine starke Bilanz und ein guter Ausblick für 2018", betont Oehme.

Dienstag, 19. Dezember 2017

EU startet die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen

Nun ist die offiziell zweite Phase der Brexit-Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien gestartet. Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel wird über die zukünftigen Beziehungen entscheiden. So wünscht sich die britische Seite eine zweijährige Übergangsphase nach dem Brexit im März 2019. Hinzu kommen Bestreben nach einem Handelsabkommen. Bundeskanzlerin Merkel betonte, dass die zweite Verhandlungsphase ein „hartes Stück Arbeit“ bedeute.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ryanair will erstmals mit Gewerkschaften verhandeln


Unternehmenschef der Billigairline Ryanair Michael O'Leary hat in der Unternehmensgeschichte einen Schritt Richtung Gewerkschaft gewagt. In 30 Jahren hatte es bei Ryanair keinen Streik gegeben. Doch in diesem Jahr wurden immer mehr Beschwerden laut, Piloten und Flugbegleiter waren unzufrieden und forderten mehr Gehalt. Nachdem die italienische Pilotengewerkschaft Anpac diese Woche mit Streik vor Weihnachten gedroht hatte, will Ryanair nun doch mit der Gewerkschaft verhandeln. „Im September dieses Jahres musste die Airline tausende Flugausfälle bis März 2018 bekanntgeben. Ryanair schien nun einen schweren Imageschaden zu befürchten“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Michael Oehme darüber, wie sich Paketdienste verändern

Lieferungen werden immer seltener und teuer – Paketdienste im Wandel

St.Gallen, 07.12.2017. Die Weihnachtszeit steht an und viele Leute bestellen Geschenke online – und verlassen sich dabei auf die Zuverlässigkeit von Paketdiensten. „Verbraucher müssen sich in Zukunft daran gewöhnen, dass Paketdienste zunehmend nicht mehr direkt vor die Haustür liefern“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Schon jetzt liefern Paketdienste oft nur noch an speziell autorisierte Paketshops und bieten optional eine Lieferung nach Hause mit Aufpreis an. Diese Option könnte bei bestimmten Firmen bald ganz wegfallen“, so Oehme weiter. Als Grund nennt Michael Oehme die enorm starke Entwicklung des internationalen Onlinehandels und die damit verbundenen Kosten. „Die Zustellung bis direkt vor die eigene Haustür ist sehr zeitaufwendig und bedingt effizient, da Paketen bei jedem Stopp meist nur eine geringe Zahl an Paketen verteilen. Paketdienste fordern daher, die Kosten anzuziehen“, so Oehme weiter. „Das Problem dabei ist, dass Paketlieferungen ohnehin nicht den besten Ruf genießen und schon einige Imageprobleme mit sich tragen, die den Unternehmen schon einige Shitstorms eingebracht haben“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. Gerade vor Weihnachten droht ein wahres Chaos bei Paketlieferungen. So fordert der Paketdienst Hermes beispielsweise gemeinschaftliche Paketshops von allen Anbietern in den Innenstädten. Sie fordern große Paketshops oder Mikrodepots in den urbanen Räumen, welche von allen Paketdiensten gemeinsam genutzt werden können. So sei laut Hermes auch eine wettbewerbsübergreifende Kooperation zwischen den Anbietern „durchaus denkbar“. Vor allem in den Großstädten sei es problematisch, ständig in zweiter Reihe parken zu müssen, was durch Gemeinschaftsflächen verhindert werden könne. „Grundsätzlich kann man die Klagen der Paketdienste nachvollziehen. Nichtsdestotrotz müssen auch sie an der Qualität und Verlässlichkeit ihres Services arbeiten, um die Akzeptanz der Kunden, mehr zu zahlen, zu erlangen. Immer wieder hört man von Fällen, wo Pakete verschwinden oder eine zu Unrecht eine Abwesenheitsnotiz oder eben gar keine Notiz hinterlassen wurde“, so Michael Oehme. „Wenn sich das in Zukunft nicht ändert, werden die Leute nicht bereit sind, mehr zu zahlen“, so der Kommunikationsexperte abschließend.