Donnerstag, 3. August 2017

Michael Oehme: Steve Jobs - auch 6 Jahre nach seinem Tod unvergessen

Es ist dem Apple Mac und iPhone Magazin zu verdanken, dass wir noch ein wenig mehr Einblick in die PR-Strategie von Apple-Gründer Steve Jobs bekommen. Als bekennender Apple-Fan und PR-Profi, Jobs war in vielerlei Hinsicht genial, was seine Vorgehensweise anbelangte und wir empfehlen jedem seine Biografie, die auch als interessantes Hörbuch erschienen ist. Von Steve Jobs wissen wir, dass er exzentrisch und gleichwohl perfektionistisch war. Alles, so vermutet man, war klar durchdacht. Insbesondere seine nahezu inszenierten Auftritte. Die immer mit dem inhaltlich übersetzten Satz endeten „da ist noch eine kleine Sache ...“. Hier verkündete er, wie schnell klar wurde, neue Unternehmensentwicklungen, Produkte, schlicht alles, was ihm wichtig war. Also achteten alle auf genau diesen Ausklang. Genauso, so ließ er in seiner Biografie wissen, handhabte er es auch mit Veröffentlichungen. Tantramäßig verkündete er seine wichtigsten Messages immer und immer wieder. Die mentale Beeinflussung ging so weit, dass viele Journalisten meinten, sie hätten diese Message als ihre eigene Message selbst herausgehört, so weit ging die mentale Beeinflussung. Nun hat sich Cameron Craig, der viele Jahre für Apple im PR-Team tätig war, erstaunlich offen über seine Arbeit in einem Interview geäußert. Seiner Einschätzung nach lautete die wichtigste Regel: „Ein Viertklässler soll in der Lage sein, Pressemitteilungen des Unternehmens zu verstehen. Auf Fachbegriffe soll so gut es geht verzichtet werden. Dem Ex-Mitarbeiter zufolge hat Steve Jobs jede PR-Mitteilung selbst auf Tech-Jargon hin untersucht.“ 

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