Donnerstag, 24. November 2016

Michael Oehme über ein Leben ohne Internet

Bud Simpson wird der Satz zugeschrieben: "Internet? Gibt es den Quatsch immer noch?" Auch meine Eltern kommen ohne die Suche bei Google & Co. aus. O.k., manchmal wirkt das komplizierter. Ist es vermutlich auch. Aber gehen tut es doch. Das Internet: Fluch oder Segen?

Abkehr von der Glaubwürdigkeit
Wir brauchen es, so meine ich, nicht ernsthaft diskutieren: die moderne Welt ist ohne Internet kaum mehr vorstellbar. Der Informationszugang ist einfach total erleichtert. Egal, wo Sie sind und egal, was Sie suchen. Viele erliegen jedoch dem - aus meiner Sicht - Fehler, dass mit den Suchtreffern gleichzeitig eine Wertung abgegeben wird. Das ist definitiv nicht der Fall. Suchmaschinen bewerten weiterhin ausschließlich die Qualität im Hinblick auf die Trefferquoten. Nicht die Qualität der dahinterliegenden Annahmen. Soll heißen: beim Versteckspiel geht es um das Gefunden werden, nicht um denjenigen, der sich versteckt oder um denjenigen, der gefunden werden möchte, was dem Thema näher käme.

Keine wirkliche Wertung
Dennoch glaubt eine große Zahl der User, dass das, was im Netz steht, auch stimmt. Sonst würde es ja wohl kaum im Internet stehen. Das erinnert mich an den provokativen Satz: "Esst mehr Schweiße, Milliarden an Fliegen können wohl kaum irren!"  Halten wir an der Stelle einmal fest: Ob die Redaktion von Focus etwas druckt oder per Internet veröffentlicht, ist eigentlich egal. Ich würde bei der Glaubwürdigkeit eigentlich keinen Unterschied machen. Los geht die Diskussion allerdings schon dann, wenn es um die Kommentare geht. Zumal diese in der Regel erst zugelassen und dann - so sie falsche Inhalte widerspiegeln - erst wieder gelöscht werden müssen.  Was wollen wir damit sagen?

Manipulation angesagt

Gerade die Tatsache, dass das Internet so frei ist und manipuliert werden kann, sollte man die Glaubwürdigkeit der Inhalte durchaus auf die Waagschale legen und auf "Auffälligkeiten" achten. Ein einzelner Blog, der meint, sich gegen jemanden austoben zu müssen, hat gegebenenfalls ganz andere Intentionen. Hierauf gehen wir im nächsten Beitrag nochmals ein.

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