Dienstag, 18. Oktober 2016

Neue Studie zur Mittelstandskommunikation

Der PR-Agentur Fink & Fuchs in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig und unterstützt vom Magazin „Pressesprecher“ ist es zu verdanken, dass wir einen neuen, in weiten Zügen aber recht bekannten Eindruck zur Einschätzung von mittelständischen Unternehmen bekommen, was ihre Kommunikation anbelangt. Befragt wurden dabei 561 Unternehmen in Deutschland, darunter 270 Entscheider aus mittelständischen Unternehmen.

Professioneller aber ohne Strategie
Wie bereits bei ähnlichen Studien dieser Art, war eines der Ergebnisse, dass die Mehrheit dieser Unternehmen ihre Kommunikationsstrategie inzwischen für professioneller erachtet, allerdings fehlen nach wie vor klare Kommunikations- und Digitalisierungsstrategien. Offenbar wird alleine der Punkt, dass man zunehmend auf eine digital ausgerichtete Kommunikation setzt, bereits als wichtiger Vorteil und Professionalisierung bewertet. Dies geht einher mit der Einschätzung, dass man Kommunikation inzwischen einen hohen Stellenwert beimisst. Zumindest was dies anbelangt, können wir über die Jahre eine immer höhere Akzeptanz erkennen.

Druck von Außen führt zu Problemlösungen
Dass die Kommunikation den äußeren Zwängen folgt, führt letztendlich dazu, dass sie in Schritten vollzogen wird. Auch dieses Phänomen kennen wir aus Erhebungen der letzten Jahre. Offenbar folgen mittelständische Unternehmen weiterhin den Zwängen, die ihnen auferlegt sind, denn eine eigene Vision zu haben. Hier scheinen Berater immer noch nicht das notwendige Verständnis geschaffen zu haben, was natürlich mit Investitionen verbunden wäre. Dies kennen wir aus der eigenen Beratungspraxis. Kommunikation wird immer noch nicht als Teil der Unternehmensstrategie empfunden, sondern ergibt sich bei der Umsetzung der Aufgaben.  


Produkte und Dienstleistungen stehen im Vordergrund

Womit Kommunikation folgerichtig immer noch da gesehen wird, wo sie zunächst erkennbar nutzt. Bei der Unterstützung der Marketingaktivitäten im Sinne der Umsatzsteigerung. Demzufolge bestehen die Ziele der Kommunikation im Pushen der Produkte und Dienstleistungen (85,9 %), in der Bekanntheitsförderung (90,4 %) sowie dem Markenaufbau (85,2 %). Indirekte Werte wie Unternehmenskultur, Themenführerschaft oder Erhöhung des Innovationspotenzials spielen bislang noch eine untergeordnete Rolle. Interessant dabei ist auch, dass in vielen mittelständischen Unternehmen „der Chef“ die Hauptverantwortung zumindest aber aber eine „Nebenverantwortung“ für Kommunikation trägt. Auch diese Erkenntnis deckt sich mit unseren Erfahrungen und hat vermutlich damit zu tun, dass gerade in mittelständischen Unternehmen in Deutschland der Firmengründer/Firmenchef die Leitfigur für das gesamte Unternehmen ist.

Keine Kommentare:

Kommentar posten