Dienstag, 16. Februar 2016

PR-Experte Michael Oehme über Schweinefleisch in Kitas


Warum in vielen Kitas und Schulen kaum noch Schweinefleisch auf der Karte steht

PR-Experte Michael Oehme macht darauf aufmerksam, dass in immer mehr Kindertagesstätten und Schulen kaum noch Schweinefleisch serviert wird – und das nicht nur aus religiösen Gründen. Beispielsweise beliefert der Schul- und Kita-Caterer Pro Gourmet aus Düsseldorf täglich 140 bis 145 Einrichtungen mit einem Sortiment, das nahezu komplett auf Schweinefleisch verzichtet. So sagt Georg Schrage, Geschäftsführer von Pro Gourmet: „Vor allem, weil unsere muslimischen Mitbürger das nicht essen dürfen. Wenn wir Schweinefleisch anbieten würden, dann müssten wir für jede Einrichtung ein paar alternative Gerichte kochen. Das ist organisatorisch nicht möglich“. Unterdessen wird Schweinefleisch aber immer wieder von Schulen und Kitas angefragt, so dass es alle sechs bis acht Wochen nach wie vor Schweinefleisch gibt. „Das liegt vor allem daran, dass Schweinefleisch prinzipiell sehr günstig im Einkauf ist“, weiß PR-Experte Michael Oehme. „Darunter leidet, vor allem bei solchen Masseneinkäufen, oft auch die Qualität. Daher sind nicht nur die religiösen Gründe Ausschlusskriterien für Schweinefleisch“, so Michael Oehme weiter. Dabei sind sich Lebensmittelexperten einig, dass man auf Schweinefleisch in den Bildungseinrichtungen gut verzichten kann und stattdessen lieber privat für seine Kinder frisches und hochwertiges Schweinefleisch zum Kochen verwenden sollte.


Hingegen sieht Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) die Entwicklung gegen das Schweinefleisch mit Bedenken: „Es kann nicht sein, dass wir Schweinefleisch, das Teil unserer Ernährung und Esskultur ist, einfach von den Speiseplänen verbannen“, sagt er. Michael Oehme sieht die Lösung hingegen in einer gesunden Mischung aus deutscher Küche und einer kulturoffenen und vor allem für die Kinder gesunden Küche. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Kitas und Schulen sogar nur maximal zwei Fleischgerichte pro Woche, von denen schon eines Geflügel enthalten soll. „Wichtig sind dann natürlich viel Salat, Gemüse und Obst als Beilagen“, sagt Michael Oehme abschließend.

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