Dienstag, 2. Dezember 2014

Michael Oehme: Siebeneinhalb Millionen Menschen auf Geld vom Staat angewiesen



 Jeder Zehnte auf Geld vom Staat angewiesen
Staatliche Transferleistungen spielen hierzulande keine unwesentliche Rolle.
Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) belegen, dass mittlerweile fast siebeneinhalb Millionen Menschen in Deutschland auf Geld vom Staat angewiesen sind. „Fast jeder Zehnte muss also vom Staat unterstützt werden“, so  Kommunikationsberater Michael Oehme. Laut Statistischem Bundesamt erhielten 7,38 Millionen Menschen in 2013 sogenannte Mindestsicherungsleistungen. Das entspricht 9,1 Prozent der Bevölkerung. 2012 hatte die Mindestsicherungsquote 9,0 Prozent betragen. Deutschland musste dafür im vergangenen Jahr 40,8 Milliarden Euro ausgeben - 4,6 Prozent mehr als 2012. Darunter fielen Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen für Asylbewerber. Besonders die Ausgaben für Leistungen an Asylbewerber stiegen mit 36,2 Prozent am stärksten an. „Wichtig hierbei zu beachten ist, dass die Arbeitslosigkeit trotz pessimistischer Konjunkturprognosen vergleichsweise sinkt“, erklärt Kommunikationsberater Michael Oehme. „Nichtsdestotrotz ist der Staat ununterbrochen gefragt Lösungsansätze zu schaffen und jedem Menschen die gleiche Chance zu geben, wieder ins Arbeitsleben zu finden.“
Erschreckend hoch ist nach wie vor die Zahl der auf Hartz-IV-Leistungen angewiesenen Kinder: Mehr als 600.000 von ihnen sind bereits seit vier und mehr Jahren davon abhängig. Die Zahl der bis zu 15-Jährigen, die wegen der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern Hilfe vom Jobcenter beziehen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9100 oder 1,4 Prozent auf knapp 646.000. Bei den 7- bis 15-Jährigen Kindern waren es im Vorjahr knapp 465.000 – diese Zahl nahm bis Juni 2014 um 8600 zu. In Berlin erhielten 70 Prozent dieser Altersgruppe mit Hartz-Bezug die Leistungen schon länger als vier Jahre. „Kinder sind Deutschlands Zukunft und sollten dementsprechend unterstützt und gefördert werden“, so Oehme weiter. „Kein Kind sucht sich aus in welches Elternhaus es geboren wird.“ Unter den Kindern mit Hartz-Bezug sind sogar unter Dreijährige, deren alleinerziehende Mütter wegen der Betreuung ihres Kindes nicht arbeiten können. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Im nächsten Jahr steigen die Regelsätze für Empfänger von Hartz-IV-Leistungen um gut zwei Prozent. „Aber das sind für Alleinstehende auch nur 399 Euro – acht Euro mehr als bisher“, meint Michael Oehme.

Kommentare:

  1. ein Armutszeugnis für ein Land mit einer derartigen wirtschaftlichen Leistungskraft

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  2. Ich verstehe die Diskussion nicht. Es gibt sicher viele, die keine Arbeit finden, weil es bestimmte Probleme gibt. Aber auf der anderen Seite werden ich den Eindruck nicht los, dass es sich auch viele sehr bequem machen. Und da lässt es sich mit Hartz 4 ganz gut leben.

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  3. Insbesondere die hohe Zahl an verarmten Kindern finde ich erschreckend

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