Montag, 30. Juni 2014

Michael Oehme / Pressearbeit: Gazprom/Puttin verhandelt mit China – was war das jetzt eigentlich?



Ok, Gazprom steht jetzt mit China unter Vertrag. Ein guter Zeitpunkt war das nicht, denn auch die Chinesen haben verstanden, dass dieser Deal unter dem Vorwand des Säbelrasselns stand. Bis weit nach Mitternacht soll denn auch verhandelt worden sein. Und Puttin musste eingestehen: die Chinesen sind harte Verhandlungspartner. Soll heißen: der erzielte Preis ist nicht wirklich spannend. Wenngleich endlich (!) das Tor zum Osten offen steht. Selbst von nicht kostendeckenden Tarifen ist die Rede. Aber das – wie immer bei solchen Verhandlungen – unter der sogenannten vorgehaltenen Hand. Doch worum geht es eigentlich wirklich? Zum einen soll die Versorgung Chinas durch ganz andere Quellen erfolgen als die Russlands und Europas. Es handelt sich also nicht um ein Kompensationsgeschäft. Dann soll die China-Pipeline, nach jetziger Planung, eine Jahreskapazität von 38 Milliarden Kubikmetern Gas haben. Die Leitung South Stream, die Gazprom gerade begonnen hat und die als Erweiterungspipeline zum jetzigen Gastransport in Richtung Europa gilt, wird alleine 63 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa liefern. Vor diesem Hintergrund hält das Handelsblatt die China-Pipeline für einen "Winzling". 

Kommentare:

  1. eine durchaus spannende Sichtweise. Will man uns in Deutschland derzeit bewusst ein wenig mehr Angst machen als eigentlich nötig?

    AntwortenLöschen
  2. Nun lass doch mal die Kirche im Dorf. Das ist halt Politik - von allen Seiten

    AntwortenLöschen