Montag, 14. Oktober 2013

Michael Oehme: Deutsche Telekom - keine Macht den Geheimdiensten


In Zeiten des NSA-Skandals sollen Informationen zwischen deutschen Sendern und Empfängern nicht die Landesgrenzen verlassen. Deshalb fordert die Telekom die Einführung eines inndeutschen E-Mail-Netztes. Die Deutsche Telekom will den deutschen Internetverkehr innerhalb der Landesgrenzen belassen, um die Kunden vor Spionage und Hacking aus dem Ausland zu schützen. Zu diesem Zweck will die Telekom mit allen wichtigen Geschäftspartnern in Deutschland vereinbaren, dass E-Mails und anderer Informationsaustausch nur noch über Knotenpunkte innerhalb von Deutschland geleitet werden und nicht mehr über Knoten im Ausland. „Internetverkehr kennt keine Grenzen, Daten können um die ganze Welt geleitet werden“, sagte Telekom-Datenschutzvorstand Thomas Kremer gegenüber der „Rheinischen Post“. „Wenn Sender und Empfänger aber in Deutschland sind, wollen wir jetzt erreichen, dass der Internetverkehr auch in Deutschland bleibt.“ Dadurch sollen die amerikanischen und britischen Geheimdienste auf technischem Weg daran gehindert werden, weiterhin E-Mails und andere Informationen in Deutschland agierender Kunden heimlich auszulesen. Mittelfristig strebt die Deutsche Telekom eine europäische Lösung an – allerdings ohne Großbritannien.

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