Montag, 21. Januar 2013

Michael Oehme: Wiedersehen macht Freu(n)de


Küsschen rechts, Küsschen links- am morgigen Dienstag wird 50-jähriges Jubiläum des Élysée -Vertrags gefeiert. Der französische Präsident François Hollande ist am Montag zu den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags in Berlin eingetroffen. Nun wird er von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt erwartet.
50 Jahre Vertrauen, Freundschaft und Frieden zwischen Deutschland und Frankreich. Der Vertrag ist Ausdruck der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Regierungen, Unternehmen und Bürgern beider Länder, die einen erfolgreichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch bewirkt.
Hollande und Merkel wollen mit 200 jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich über die deutsch-französischen Beziehungen diskutieren. Zu dem Treffen unter dem Titel „Die Kanzlerin und der Präsident treffen Europas Jugend “ wurden Studenten, Auszubildende und Berufseinsteiger eingeladen. Die Debatte im Bundeskanzleramt wird moderiert von ARTE und von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr live im Fernsehen übertragen.

Morgen empfängt der Deutsche Bundestag zum ersten Mal ein gesamtes Parlament aus dem Ausland. Die gemeinsame Sondersitzung mit 577 Abgeordneten der Assemblée Nationale aus Paris soll ein Wahrzeichen für die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich sein.  Zum Festprogramm gehören ein Termin bei Bundespräsident Joachim Gauck, eine gemeinsame Kabinettssitzung, mehrere Festessen und ein Besuch in der Philharmonie. Der Gendarmenmarkt erstrahlt in den Farben bleu-blanc-rouge, schwarz-rot-gold und ist umkreist von blauen Sternen, die Europa als Einheit symbolisieren sollen.

Es scheint so als gäbe es keine zwei Staaten auf der Welt, die enger miteinander verbunden sind. Mehr als acht Millionen Deutsche und Franzosen nahmen seit 1963 an Austauschprogrammen teil. Doch in den jeweiligen Führungspositionen wollte bisher noch keine „amour“ aufkommen. Während Angela Merkel und der damalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy liebevoll in den Medien als „Merkozy“ bezeichnet wurden, scheint das Verhältnis zu Hollande wesentlich unterkühlter zu sein. Auf die Ausarbeitung eines neuen Élysée-Vertrags wurde verzichtet. Hollande hatte dies vor einigen Wochen vorgeschlagen, aber  vor allem in Deutschland hatte man wenig Interesse daran.
 By VL/ Michael Oehme

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