Montag, 4. Juni 2012

PR-Profi Michael Oehme rät zu mehr Aufmerksamkeit bei Google-Themen


„Für was soll das denn gut sein?“ Solche und ähnliche Fragen bekommen wir immer wieder gestellt. Die Rede ist vom Google-optimierten Internetauftritt – und zwar in diesem Fall für Anbieter von Kapitalanlageprodukten. Richtig ist: die meisten Anbieter in diesem Segment unterhalten keinen eigenen Endkundenvertrieb. Sie gehen über Kapitalvertriebsgesellschaften, in der Regel freie Vermittler und Berater oder Banken. „Sagen Sie uns, Herr Oehme, was sollen wir denn mit möglichen Leads machen, wenn wir sie denn bekommen? Wir können doch überhaupt nicht kontrollieren, ob die auch wirklich bearbeitet werden.“ Doch darum geht es nicht. Auch die Anbieter von geschlossenen Fonds sollten die Chancen von Google im Auge behalten.

Dies vor folgendem Hintergrund: So bleiben Tageszeitungen zwar weiterhin die wichtigsten Informationsquellen für deutsche Privatinvestoren, was die Geldanlage anbetrifft. Laut einer aktuellen Studie gewinnt jedoch das Internet zunehmend an Bedeutung. So auch das Ergebnis einer repräsentativen Studie aus 2011, für die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest 1.072 Bundesbürger ab 18 Jahren befragte. 72 Prozent der Befragten gaben an, sich mit Hilfe von Tageszeitungen über Anlagethemen zu informieren. Dieser Wert ist im Vergleich zum letzten Jahr leicht gesunken (2010 schauten noch 75 Prozent in die Zeitung). Dagegen steigt die Relevanz des Internet: Immerhin 53 Prozent der Befragten informieren sich auf den Websites von Finanzdienstleistungsunternehmen und Banken, 42 Prozent greifen beim Thema Geldanlage auf Online-Beiträge von Verlagen oder anderen Nachrichtenseiten zurück. Gestiegen ist auch der Anteil der Privatanleger, die bei wichtigen Fragen ihren Berater konsultieren, nämlich von 64 auf 71 Prozent gestiegen. Und auch diese Zielgruppe informiert sich am liebsten über das Internet.

Die wichtigste Anforderung der Befragten an die Internetpräsenz einer Bank oder eines Finanzdienstleistungsunternehmens ist dabei der schnelle Zugang zu Informationen. Gleich dahinter folgt die Möglichkeit, Kontakt zu einem persönlichen Bankberater oder Anlageberater aufzunehmen. Detaillierte Produktinformationen wünschen sich zwei Drittel der Befragten. 42 Prozent erwarten zudem Werkzeuge zur Finanzplanung, jeder Dritte Transaktionsmöglichkeiten und Mobile Banking bzw. die Möglichkeit zum Internetabschluss. Mit anderen Worten: wer Google außer Acht lässt, verschenkt Geld. Deutlich wird: das Internet hat in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz für private Kapitalanleger wie aber auch für Berater gewonnen. Aus diesem Grund widmen wir uns diesem Thema auch seit vielen Jahren und bieten unseren Mandanten eine Vielzahl an Möglichkeiten an, wie sie ihren Internetauftritt verbessern und wie sie eine entsprechende Google-Präsenz für ihr Unternehmen und ihre Produkte ermöglichen können.

Michael Oehme ist Consultant bei der Schweizer DocuWare AG. Die DocuWare AG hat sich darauf spezialisiert mittelständischen Unternehmen und Projekte-Inhabern Zugang zu alternativen Finanzierungsinstrumenten zu geben und sie im Zuge der Kapitalisierung zu begleiten.

Kommentare:

  1. Das ist ja äußerst spannend, dass die Kunden bei Finanzfragen wieder den Rat des Betreuers suchen. Dieselben Erfahrungen machen wir auch (ich bin Kundenbetreuer in einer Sparkasse). Viele Kunden scheinen dabei aufgrund der Informationsflut völlig überfordert. Wir geben uns daher Mühe, die einzelnen Themen für die Kunden so herunter zu brechen, dass sie nachvollziehbar werden und in das Gesamtportfolio passen. Guter Beitrag!

    Hermann Maier

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  2. Lieber Herr Oehme, lieber Herr Maier,
    ich habe lettens eine Studie gelesen, die besagte genau das Gleiche. Allerdings ging aus dieser Studie auch hervor, dass es inzwischen zwei sehr unterschiedlicheb Anlegertypen gibt (Stichwort Cocooning). Die einen suchen ganz gezielt die Beratung, da sie sich dem Rat eines Fachmanns anvertrauen wollen, die anderen nutzen lieber die anonymen Vergleiche bspw. im Internet und treffen so ihre Entscheidung. Diese Zielgruppe weiß, was sie will und trifft ihre Entscheidungen autark.
    Beste Grüße
    Rüdiger W.

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  3. Über unsere Vergleichsplattformen für geschlossene Fonds www.tapir-geschlossene-fonds.de läßt sich ganz gut erkennen wie sich die Interessengruppen verteilen. Es ist in der Tat so, dass eine Menge Berater unsere Plattformen für Ihre Beratung nutzen um Kunden eine Selektion, respektive einen Vergleich bieten zu können. Hier sprechen wir von allen möglichen Beratern, von Banken wie von freien Vertrieben. Wir sehen aber auch, dass sich viele Privatanleger über unsere Vergleichsseiten informieren. Der interessanteste Aspekt scheint mir jedoch zu sein, dass sich eine neue Käuferschicht im Bereich der geschlossenen Fonds bildet. Das Durchschnittsalter sinkt! Um diese Zielgruppe erreichen zu können sollte ein Emittent sicherlich eine hohe Sichtbarkeit bei Google besitzen. Besonders im anfänglichen Informationsstadium werden allgemeine Begriffe gesucht und wer hier vorne liegt, kann seine Marke früh in den Köpfen platzieren. lg nk

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  4. Hallo Herr Oehme,
    wir sind uns in den vergangenen Jahren immer wieder über die Füße gelaufen, denn Sie haben wiederholt Unternehmen betreut, bei denen ich in vertrieblichen Aufgaben aktiv war. Ich wollte Ihnen, da ich gerade auf IHre PLattformen aufmerksam geworden bin, einfach mal zurufen, dass es mir immer gefallen hat, wir innovativ Sie mit diesem Markt umgehen und wie kritisch Sie teilweise mit Vorständen in den Unternehmen verfahren, dabei immer die Sache vor Augen. Weiter so!
    Grüße Ihr Ansgar Sömmer

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