Der
Star unter den Start-Ups, Rocket Internet, will „Weltmarktführer bei Werbung
auf Facebook“ werden
Das Berliner Unternehmen Rocket Internet will zukünftig
verstärkt auf Werbung bei Facebook setzen. Die Kooperationsvereinbarung mit dem
sozialen Netzwerk soll sicherstellen, dass Rocket-Beteiligungen
"Weltmarktführer bei Werbung auf Facebook" werden können. Hierzu wird
Facebook dem Start-Up unter anderem Zugang zu Tests neuer Werbefunktionen
gewähren und die Mitarbeiter regelmäßig schulen. „Ein hoch gestecktes Ziel,
aber mit Kleinigkeiten geben sich die Gründer ohnehin nicht mehr ab“, so
PR-Experte Michael Oehme.
Die Rocket Internet AG mit Sitz in Berlin ist ein
deutscher Internetinkubator mit Beteiligungen an unterschiedlichen, allesamt
erfolgreichen Internet-Startups wie Zalando, Groupon, Westwing, Home24, Zencap
und eDarling. Sie wurde im Jahr 2007 von den Brüdern Marc, Oliver und Alexander
Samwer gegründet. „Das Geschäftsmodell spezialisiert sich auf Schwellenländer
wie Indien und Brasilien“, weiß PR-Experte Michael Oehme. In diesen Ländern
werden Onlinedienstleister en masse gegründet. Derzeit sind dabei rund 50
Firmen unter dem Rocket Internet-Dach aktiv.
Von Unternehmensseite heißt es, der Gesamtwert der
Rocket-Beteiligungen sei seit dem Börsengang Anfang Oktober um 74 Millionen
Euro auf rund 2,7 Milliarden Euro gestiegen. Für Michael Oehme eine
interessante Angabe, denn die Rocket-Firmen seien im Schnitt erst rund zwei
Jahre alt und könnten von daher kaum schon hohe Gewinne abwerfen.
Gründer und Konzernchef Oliver Sawner selbst beschreibt
das selbstgesteckte Ziel für das kommende Jahr folgendermaßen: „Wir sind auf
einem guten Weg und die Entwicklung unserer 'Proven Winners' hat unsere
Erwartungen erfüllt. Es ist unser Ziel, auch 2015 wieder mindestens zehn neue
Start-ups auf den Weg zu bringen.“ Mit den sogenannten "Proven
Winners" meint Sawner jene Unternehmen, die im ersten Halbjahr binnen
Jahresfrist ihr Bruttowarenvolumen (GMV) etwas mehr als verdoppelt haben. Bei
Investoren hatte Rocket Internet zum Börsengang etwa 1,4 Milliarden Euro
eingesammelt. „Ein stoyreiches Unternehmen, das es sich in jedem Fall weiterhin
zu beachten lohnt“, so Oehme.
Es ist schon faszinierend, dass offenbar nur noch Vermarktungsfirmen eine Chance haben, mit viel Geld an der Börse gelistet zu werden. Vorbei die Zeiten, wo es um echte Wertschöpfung ging.
AntwortenLöschenHalo Prof. Harry: so isse halt die Neuzeit
AntwortenLöschenIch finde es gut, dass von Deutschland internationale Impulse in diesem wichtigen Zukunftsmarkt ausgehen. Wo sonst, wenn nicht im webbasierten Kommunikationsbereich werden in den kommenden Jahren noch hochwertige Arbeitsplätze entstehen?
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