Freitag, 15. Februar 2013

Michael Oehme: Weitere Meteoriteneinschläge möglich


Noch nie wurde die Zivilisation so stark von einem Meteoriten getroffen wie Russland: Nachdem ein Meteorit über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodiert ist, schrammt heute der kosmische Fels "2012 DA 14" knapp 30.000 Kilometer an der Erde vorbei.

Wie Feuerbälle regneten Gesteinsbrocken auf Russland nieder und verletzten mehrere hundert Menschen. Die Druckwelle der Meteoriten zerstörte Fensterscheiben in der Region, die weiße Rauchwolke am Horizont war 200 Kilometer weit zu sehen.

Womöglich aber drohen weitere Einschläge, meint Mario Trieloff von der Universität Heidelberg. "Vielleicht erlebt die Erde einen Meteoritenschauer", sagt der Experte. Weitere kleine Treffer aus dem All, die höchstwahrscheinlich unbewohntes Gebiet treffen würden, seien möglich. Manche Meteoriten reisen zu zweit oder in Gruppen durchs All. Viele zerbrechen auch beim Anflug auf die Erde - wie nun jener über Russland. Wahrscheinlich sei jedenfalls, dass in der betroffenen Region weitere Bruchstücke niedergegangen sind, sagt Trieloff.

Die Wahrscheinlichkeit, dass grundsätzlich auch in Deutschland kosmische Geschosse einschlagen, sei laut Experten genauso groß wie im Fall Zentral-Russland.

By VL/ Michael Oehme

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